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Suchmaschinen-Spamming: Kunstbegriff kommt in die Top Ten

Die Suchmaschine Google listet mehr Treffer für den Begriff "Hommingberger Gepardenforelle" auf als für "Forelle". Und das alles nur, weil die Redaktion des Computermagazins "ct" diesen Kunstbegriff erfunden und im April dieses Jahres einen Suchmaschinen-Spamming Wettbewerb ins Leben gerufen hat, dessen Ergebnisse jetzt vorliegen.

Ziel des Wettstreits war es, Web-Seiten zu bauen, die bei der Abfrage "Hommingberger Gepardenforelle" eine Spitzenposition in den Trefferlisten der Suchmaschinen erlangen. Wie viele Sites sich beteiligt haben, lässt sich nicht sagen - es gab keine Anmeldeprozedur. Es müssen aber Hunderte gewesen sein: Fast 200 Internet-Domains mit dem Namensbestandteil Gepardenforelle wurden seit April angemeldet.

Ein guter Domain-Name ist aber nicht der einzige Schlüssel zum Erfolg. Wichtig für eine Position bei allen großen Suchmaschinen sind Links: Verweise von vielen anderen, möglichst prominenten Sites.

Mit viel Fantasie und Witz hat ein Auszubildender einer Web-Agentur den sechsten Platz belegt. Auf seinem Weblog veranstaltete er Poetry-Slam-Wettbewerbe, bei dem es darum ging, Gepardenforellen-Gedichte zu reimen. Damit hat er immer wieder neue Inhalte generiert - eine weitere wichtige Voraussetzung für eine gute Position.

Die Teilnehmer eines Seminars an der Uni Kassel sind mit einem automatisch generierten pseudowissenschaftlichen Text auf ihrer Seite unter die Top Ten bei Google und Yahoo gekommen - der Beleg, dass man nach wie vor eine Seite mit für den Nutzer völlig unbrauchbaren Inhalten gut platzieren kann.

Yahoo und Google legten ähnliche Kriterien für das Ranking an und präsentierten aus Nutzersicht gute Ergebnisse, etwa den Wikipedia- Beitrag zum Wettbewerb. Die Ergebnisse von MSN kann man dagegen nur als Katastrophe bezeichnen. Gleich mehrere Web-Seiten sind dort mit altbekannten Spamming-Tricks in den Top Ten gelandet. (as)

Date: 19.12.2005

Sicherheitslücke zu verkaufen

Hacker werden immer dreister: Kürzlich wurde versucht, per eBay Infos über eine neue Schwachstelle in Excel zu verschachern. Laut Cnet News.com [1] wurde das Angebot letzte Woche von einem Verkäufer namens «Fearwall» platziert. Die Auktion sei bei einem Cent gestartet und auf fast 60 US-Dollar gestiegen, bevor eBay den Stecker gezogen habe. In dem Auktionstext soll der Verkäufer Infos zu einer Lücke in Microsoft Excel angeboten haben, die am 6. Dezember entdeckt worden sei. Die Schwachstelle ermögliche es, die Kontrolle über einen fremden Rechner zu übernehmen. Microsoft ist gemäss Cnet News.com informiert. Das Softwarehaus untersuche zurzeit die Anfälligkeit und werde gegebenenfalls einen Patch veröffentlichen. (sz)

 

Date: 19.12.2005

Sophos warnt vor weihnachtlichen E-Betrügereien

Zur Vorsicht beim Online-Kauf von Weihnachtsgeschenken ermahnt Sicherheitsspezialist Sophos. Hacker und Datendiebe würden in der Adventszeit besonders aktiv und versuchten, die erhöhte Kaufbereitschaft der Internet-User gezielt auszunutzen. Im Weiteren könnte die erhöhte vorweihnachtliche Spendenbereitschaft zu einer Lawine von gefälschten Spenden-E-Mails führen, warnen die Sophos-Analysten. (mk)

Date: 19.12.2005

Besserer Spam-Schutz für Outlook 2003

Microsoft hat eine neue Version seines Spam-Filters für Outlook 2003 veröffentlicht. Sie verbessert den Schutz vor unerwünschten Werbemails. 
Für Besitzer der Mail-Software Outlook 2003 steht eine neue Version des Spam-Filters zum Download bereit. Sie erweitert die Filterliste um die jüngsten «Mail-Sünder». Dadurch wird der Schutz vor unerwünschten Werbe-Mails verbessert. Der aktualisierte Filter ist über die automatische Update-Funktion von Windows oder die Office-Update-Seite [1] verfügbar.

Die E-Mail-Software Outlook 2003 ist Bestandteil von Microsofts Office 2003 und nicht mit dem kostenlosen Outlook Express zu verwechseln. Letzteres verfügt über keinen Spam-Filter. (sz)

Date: 19.12.2005

eBay: Viele Powerseller machen aus Unachtsamkeit Fehler

Mit rund einer halben Million Nutzern pro Monat ist das Internetauktionshaus eBay auch für professionelle Anbieter zu einer beliebten Handelsplattform geworden. Allerdings sind sich viele Händler, die ihr Geschäft ausschließlich über eBay führen, über die damit verbundenen Risiken und Gefahren nicht bewusst. Das berichtet die Handelszeitschrift "ComputerPartner" (aktuelle Ausgabe). Gerade so genannte Powerseller, die eine Vielzahl von Angeboten gleichzeitig bei eBay anbieten, machen oft aus reiner Unachtsamkeit Fehler und setzen damit ihre Existenz auf das Spiel. Dies gilt beispielsweise beim Angebot von Software ohne Altersfreigabe, markenrechtlichen Verstößen oder bei zu vielen negativen Bewertungen. Auch wer seine Firmenadresse nach einem Umzug nicht auf eBay aktualisiert, riskiert folgenreiche Sanktionen.

Der geringste Eingriff seitens eBay ist das Löschen von Angeboten oder sonstigen Inhalten. Die nächste Stufe ist die Verwarnung des eBay-Mitglieds. Eine Verwarnung sollte durchaus ernst genommen werden, denn im Wiederholungsfall droht die endgültige und lebenslange Sperrung des Accounts.

Ist dieser Fall eingetreten, erklärt Rechtsexperte Johannes Richard gegenüber dem Blatt, sollte der Anbieter erst einmal mit eBay in Kontakt treten, um die Angelegenheit zu klären. Führt dies nicht zum Erfolg, bleibt nur der gerichtliche Weg. Im Zuge einer einstweiligen Verfügung kann vor Gericht erreicht werden, dass eBay verpflichtet wird, eine Mitgliedschaft wieder freizugeben. Vorraussetzung ist, dass die Sperrung von eBay unberechtigt ist. Eine einstweilige Verfügung ist jedoch nur möglich, wenn eine Eilbedürftigkeit gegeben ist, also mit der Mitgliedsperrung eine Existenzbedrohung einhergeht. Ansonsten bleibt nur der normale Klageweg, der sich lange hinziehen kann. (as)


Source: Internet.com

Date: 7.04.2005